Herbert Haffners Furtwängler-Buch
in Neuauflage


Herbert_Haffners_Buch_Neuauflage

Das Interesse an Wilhelm Furtwängler ist nach wie vor wach und groß. Seine Aufnahmen werden in alten und neuen Editionen gekauft, Aufsätze und Bücher über ihn erscheinen. Nicht zuletzt wird mit unverminderter Heftigkeit und kontrovers über seine Rolle in den Jahren 1933 bis 1945 gestritten - sachlich, nachdenklich, abwägend, aber auch weniger sachlich und polemisch.

Herbert Haffner hat seine zuerst 2003 erschienene Furtwängler-Biographie überarbeitet und stark erweitert. Nach umfangreichen Quellenstudien und Gesprächen mit Zeitzeugen kann er eine große Zahl von lange tradierten Irrtümern korrigieren und kommt zu neuen Erkenntnissen über den Künstler Wilhelm Furtwängler. Beleuchtet wird dabei auch Furtwänglers Verhältnis zu verschiedenen Dirigentenkollegen sowie sein von Hitler verhinderten Versuch, in Salzburg ein "Anti-Bayreuth" aufzubauen. Im Anhang findet sich ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie eine Diskografie.


Mitglieder der Wilhelm-Furtwängler-Gesellschaft können das Buch mit einem RABATT von 25% beziehen. Der Band kostet dann nur 34,50 € zzgl. 4,50 € Versandkosten, also 39,00 € statt 46,00 €.
Bitte richten Sie Ihre Bestellung direkt an: info[at]furtwaengler.org


Wilhelm Furtwängler
Alle Aufnahmen bei Deutsche Grammophon und Decca 1929 - 1954


Packshot

Diese Edition präsentiert sämtliche Aufnahmen Wilhelm Furtwänglers für Deutsche Grammophon und Decca, entstanden zwischen 1926 und 1954. Auf 34 CDs und einer DVD (Mozarts Oper "Die Zauberflöte") wird anlässlich Furtwänglers 65. Todestages sein musikalisches Erbe dokumentiert und aufbereitet. In der Edition sind nach Angaben der DG auch bisher nur schwer zugängliche oder vergriffene japanische Remasterings vertreten.

Weitere Informationen:
Deutsche Grammophon
KlassikAkzente

Wilhelm Furtwänglers Konzerte mit den Berliner Philharmonikern 1939 - 1945 - Neuveröffentlichung der Rundfunkaufnahmen


Booklet

Die Berliner Philharmoniker haben im Februar eine 22 CD/SACD umfassende Wilhelm-Furtwängler-Edition veröffentlicht. Sie vereinigt sämtliche erhaltenen Rundfunkmitschnitte des Orchesters mit seinem damaligen Chefdirigenten in den Kriegsjahren 1939 bis 1945. Insgesamt 21 Konzerte werden auf diesem Wege ganz oder teilweise zugänglich gemacht. Die Aufnahmen, Bänder bzw. Bandkopien der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG), wurden für diese Veröffentlichung neu überarbeitet. Im Mittelpunkt stehen Interpretationen des deutschen Repertoires des 19. Jahrhunderts, mit Symphonien und Solokonzerten von Beethoven, Brahms, Bruckner und Schubert.

Technologisch greift die Veröffentlichung auf die jeweils beste verfügbare Quelle zurück - vor allem die Originalbänder der RRG, die nach Kriegsende in die Sowjetunion verbracht wurden, dort in den 1980er-Jahren vom Musikredakteur des SFB, Klaus Lang, wieder entdeckt wurden und Anfang der 1990er Jahre nach Deutschland zurückkehrten. Die Aufnahmen wurden eigens für diese Edition mit modernster Technik digital abgetastet und in 24-Bit-Auflösung sorgfältig restauriert und remastered.

"Die aufwändige Edition enthält ein Begleitbuch mit Artikeln zu Wilhelm Furtwänglers Interpretationen, der Entwicklung der Magnetofontechnik und historische Fotos. Sie kann online im Recordings Shop der Berliner Philharmoniker bestellt und im Shop der Berliner Philharmonie sowie im ausgewählten Fachhandel erworben werden. Mitglieder der Wilhelm-Furtwängler-Gesellschaft können die Edition mit einem Nachlass von 10% auf den regulären Verkaufspreis von 229 € erwerben. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse."

Wilhelm Furtwängler - Rundfunksendungen und Rundfunkaufnahmen 1929 - 1954


Unser Mitglied Henning Smidth, dem wir wichtige Erkenntnisse über Konzerte, Programme und Aufnahmen Wilhelm Furtwänglers verdanken, hat seine Zusammenstellung der Rundfunkaufnahmen, die mit Wilhelm Furtwängler entstanden, auf den neuesten Stand gebracht. Wir danken Henning Smidth für die Erlaubnis, diese Liste hier abzudrucken. Dies geschieht in der originalen englischen Fassung, die aber auch für deutsche Leser verständlich ist. Sollten Sie Ergänzungen oder Berichtigungen haben, lassen Sie uns diese bitte wissen.

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Wilhelm Furtwängler und das Magnetophon


Wilhelm Furtwängler stand Musikaufnahmen skeptisch bis ablehnend gegenüber. Er setzte auf die Gunst der Stunde, auf die lebendige Aufführung im Konzertsaal, brauchte ein Publikum, aber keinen leeren Saal. So sind die meisten Zeugnisse seiner Kunst denn auch keine Studioproduktionen, sondern Mitschnitte von Konzerten. Neben künstlerisch-ästhetischen überlegungen mögen aber auch technische Gründe eine Rolle gespielt haben. Friedrich Engel, von 1975 bis 1996 Anwendungstechniker Magnetband bei der damaligen BASF AG, hat sich intensiv mit der Geschichte der magnetischen Aufzeichnungstechnik befasst und dazu verschiedene Beiträge publiziert. Er lenkt unsere Aufmerksamkeit auf ein noch wenig beleuchtetes Kapitel im Leben Wilhelm Furtwänglers: dessen Erfahrungen mit der neuen Technik, die die Musikaufzeichnung revolutionierte. Furtwängler dürfte schon bei seiner ersten Begegnung die Möglichkeiten und Chancen der Magnetband-Tonaufzeichnung erkannt haben.

Wir danken Friedrich Engel für die Genehmigung, seinen Aufsatz hier zu veröffentlichen.

Die Wilhelm-Furtwängler-Gesellschaft freut sich über Meinungsäußerungen zu Friedrich Engels Aufsatz.

Furtwänglers Interpretationskunst
Aufsatz von Henrik Holm


Die Interpretationen Wilhelm Furtwänglers hatten nicht nur große Wirkung auf seine Zeitgenossen, sie beeindrucken auch heute Musikfreunde unterschiedlichen Alters und vermutlich auch noch kommenden Generation. Furtwänglers Aufnahmen vermitteln eindrucksvolle, ja faszinierende Hörerfahrungen, die man nicht einfach in Worte fassen kann. In seinem Aufsatz Die Relationen der Musik hören - Zu Furtwänglers Interpretationskunst geht der norwegische Musikwissenschaftler Henrik Holm der Frage nach, warum Furtwängler immer noch diese bewundernde Wertschätzung erfährt. Er thematisiert Furtwänglers Interpretation von Beethovens neunter Symphonie vor dem Hintergrund seines interpretationsästhetischen Denkens. Sein Ziel ist, "Furtwänglers Interpretationskunst als eine Sache der ästhetischen Erfahrung zu verorten".
Wir danken Dr. Holm für die Genehmigung, seinen Aufsatz hier publik machen zu dürfen. Der Text erschien zuerst in: IZPP - Internationale Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik, Ausgabe 1/2016. Bereits 2015 veröffentlichte Henrik Holm:
Der hörbare Logos in der Musik. Ein philosophischer Versuch über Wilhelm Furtwänglers Interpretationskunst